Rongi rattad ragisevad



selbstgemachte Dekoration // selfmade decoration 



Anfang des neuen Jahres war ich bei einem Handballturnier und beim Training der Kiddis. Es war sehr niedlich! Sie haben sich alle sehr gefreut, dass ich auch zum Zuschauen gekommen bin. Noch interessanter war es, die Kiddis mal spielen zu sehen. Da wurde mir erst wieder bewusst, wie ich selbst mal mit Spielen angefangen hab.
Mit dem Trainer konnte ich mich ein wenig auf Deutsch unterhalten. Er hat mir sogar eine Medaille vom letzten Jahr geschenkt. Total cool!

Abends hat mich eine Jugendliche von einem anderen Jugendzentrum per Facebook angeschrieben und gefragt, ob ich ihr ein Rezept übersetzen könne, da es auf Deutsch war. Ich hab natürlich zugesagt. Man hilft, wo man kann. Und schließlich kann es ja nicht so schwer sein, einfach nur ein Rezept von deutsch auf Englisch zu übersetzen. 
Dachte ich…
Es hat sich dabei nämlich nicht um ein einfaches Rezept gehandelt, bei dem ich nur 4 oder 5 Zutaten hätte übersetzen müssen. Nein! Sie hatte eine Fertigbackmischung. Das heißt ich musste die ganze Packung übersetzen. Dabei bin nicht nur ich mit meinen Englischkenntnissen an meine Grenze geraten, sondern auch mein Wörterbuch an seine. Also musste dann auch ab und zu das Internet her halten. Auch wenn das Übersetzen etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als Anfangs gedacht, hab ich es gerne gemacht! Und ich weiß jetzt zumindest was Schneebesen auf Englisch heißt :D
Außerdem scheint sie mit meiner Übersetzung zurecht gekommen zu sein. Ich hab sie nämlich später gefragt, wie der Kuchen geworden ist, und er hat geschmeckt. :) 

Da die erste Januarwoche noch Ferien waren, haben wir mit ein paar Kiddis und Jugendlichen eine Nacht im Jugendzentrum übernachtet. Auch eine weitere Freiwillige hat sich uns angeschlossen. Bis zur Nachtruhe waren keine Handys erlaubt und es wurde Fußball, Basketball und Zweifelderball gespielt. Natürlich kann man es nicht jedem recht machen, weshalb auch nicht jeder mitgespielt hat. Aber der Großteil hat sich mit beim Spielen beteiligt. Ich hoffe natürlich, dass es jedem Spaß gemacht hat! Zumindest hat sich keiner das Gegenteil anmerken lassen.


Den Tag darauf ging es im Endla-Naturschutzgebiet wandern. Dort kann man auf Holzpfaden über die Sümpfe laufen. Ich war im Herbst schon mal dort, als die Sonne schön geschien hat. Diesmal war es aber frostig und die Sümpfe waren teilweise gefroren. Das war auch ein sehr schöner Anblick!
Auch sind wir diesmal durch den Matsch gelaufen. Mega cool! Ich bin auch einmal etwas stecken geblieben, konnte mich aber selbst wieder befreien :D
Aber so tollpatschig wie ich manchmal bin, musste mir ja noch irgendwas passieren. Da es sehr glatt war, haben meine Kollegin und ich schon gescherzt, dass ich ausrutsche. Das ist mir allerdings nicht passiert. Aber obwohl ich mit die höchsten Gummistiefel an hatte, wurden sie mit dem eisig kalten Wasser des Sumpfgebietes gefüllt. 

Uuuund es gibt mal wieder etwas außerhalb von Estland zu berichten. Mit sechs weiteren Freiwilligen habe ich mich diesmal auf einen Ein-Tages-Ausflug in die Hauptstadt Finnlands gemacht. Von einigen Freiwilligen hatten wir gehört, dass Helsinki keine schöne Stadt sei. Allerdings kann ich das nicht bestätigen. Stockholm oder Tallinn finde ich zwar beeindruckender, aber trotzdem ist Helsinki einen Ausflug wert! (Auch wenn es einem nicht gefallen sollte, kann man dann wenigstens sagen, dass man schon einmal dort war :b)
Temppeliaukio-Kirche
Innerhalb von ca. 2 h sind wir mit der Fähre vom ein ins andere Land gereist und kamen am frühen Nachmittag an. Auch diesmal haben wir uns keine großartigen Gedanken darüber gemacht, was wir unbedingt besichtigen wollen. Leider konnten wir diesmal keine Stadtführung mitmachen, weshalb wir die Stadt selbst erkundet haben. Ein Blick auf die Fotos verrät euch, was wir gesehen haben :D
In der Nacht haben wir dann wieder die Heimreise antreten müssen. Trotz Müdigkeit haben sich einige witzige Gespräche ergeben, durch die wir wahrscheinlich das ganze Schiff unterhalten haben. :D

Uspenski-Kathedrale 

Dom Helsinki (davor befindet sich der Senatsplatz)

Hauptbahnhof
Auch wenn ich sonst meist für Feiern in Tallinn bin, wurde sich am nächsten Tag doch mal etwas Kultur gegönnt. Mit zwei weiteren Freiwilligen war ich im Kumu Kunstmuseum in Tallinn und wir haben an einer Führung zu der Ausstellung von Adres Tolts‘ Werken teilgenommen und uns anschließend noch die Ausstellung „Traveller“ angesehen.

Am vorletzten Januartag habe ich das Jugendzentrum in Vaeküla (Nachbarort von Sõmeru) besucht, um mich vorzustellen. Nun hab ich alle Jugendzentren im Landkreis Sõmeru gesehen. Und was war wohl meine Morgenbeschäftigung? Richtig! Quarkbällchen backen. Es hat sich wieder gelohnt, denn auch hier wurde zugegriffen bis meine Brotbüchse leer war. Von der Jugendarbeiterin dort habe ich sogar ein Rezeptbuch für marinierte Lebensmittel bekommen. :)
Wir haben ein Spiel namens „Kumb oli enne? Muna või kana?“ (dt. Was war zuerst da? Ei oder Huhn?) gespielt. Das Spiel finde ich ziemlich witzig. In verschiedenen Kategorien muss man zwischen zwei Dingen tippen, was es wohl zuerst gab.
Zum Beispiel: Was gab es zuerst? Kartoffeln in Estland oder Tomaten in Estland? 
(Auflösung bekommt ihr beim Ausprobieren dieses Spieles ;) )
Außerdem hat mir meine Tutorin das billardähnliche Spiel Koroona (auch Novuss genannt) gezeigt:





















Wie ich in einem früheren Eintrag schon erwähnt hab, hatte ich Probleme mit der estnischen Aussprache vom Buchstaben „R“. Es ließ sich einfach nicht von mir rollen bzw. wusste ich einfach nicht, wie ich das anstellen sollte. Natürlich wissen das Kleinkinder auch noch nicht. Deshalb lässt man sie bestimmte Sätze aussprechen, um das zu üben. Und einen dieser Sätze durfte ich mir seit meiner Ankunft in Estland von den Kiddis im Jugendzentrum auch immer mal wieder anhören und natürlich auch nachsprechen:

                                           Rongi rattad ragisevad

Was übersetzt "Die Räder des Zuges knistern" heißt.
Die Kiddis hatten dann Spaß daran, Worte wie ich mit dem "Rachen-R" auszusprechen. Das hat mich nicht sonderlich gestört, aber trotzdem wollte ich die richtige Aussprache lernen. Beim abendlichen Filmschauen zu Hause habe ich also im Internet nach Sprachübungen gesucht und wurde fündig. Es gibt mehrere Methoden. Eine davon beinhaltet zum Beispiel statt Brötchen, Bdötchen zu sagen. Wenn man es oft genug versucht, soll daraus wohl ein rollendes R werden. Dies konnte ich nicht so wirklich glauben, aber ich habe es trotzdem ausprobiert. Und was ist passiert? Es hat tatsächlich geklappt! Ich war so glücklich! Endlich bin ich in der Lage, das R wenigstens etwas zu rollen. :)) Dennoch muss ich mich konzentrieren, wenn ich estnisch spreche. Aber immerhin habe ich jetzt herausgefunden, wie es funktioniert. :D

Nebenbei noch eine kleine Info:
Bei mir ist jetzt Halbzeit. 5 Monate bin ich nun schon hier und 5 weitere Monate liegen noch vor mir. :) 

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 At the beginning of the New Year I went to a handball tournament and training of the kids. It was so cute! They were so happy that I came to watch. Even more interesting was to see how the kids are playing. Then I was aware of how I started to play.
I could speak a little bit German to the trainer. He gave me a medal of the last year. Very cool!

In the evening a youngster from another youth center wrote me on Facebook. She asked me if I could translate her receipt because it was in German. Of course I agreed. I want to help if I can. And it can’t be that difficult to translate just a receipt from German in to English. 
I thought so…
But it wasn’t just a receipt where I had to translate 4 or 5 ingredients. No! It was a finished baking mixture. That means that I had to translate the whole package. And sometimes my English knowledge wasn’t enough. But the knowledge of my dictionary was limited as well. So I had to trust the internet. Although I needed more time than I thought at the beginning I liked it! At least I know now the word whisk :D

And it seems that she could cope with my translation. Later on I ask her how the cake was and it was tasty :) 

The first week of January were still holidays. That’s why we had a sleepover at the youth center. Another volunteer joined us as well. Mobile phones weren’t allowed until the night rest and we played soccer, basketball and dodgeball. Of course not everybody liked to play that’s why not every took part of it. But the majority wanted to play this kind of games. I hope that everyone had fun! At least nobody showed something else.


On the next day we went to hike at the Endla Nature Reserve. There you can walk on wooden ways over the swamps. I have been there already in autumn. To this time the sun was shining so nice. But this time it was cold and the swamps were frozen. But this was a very nice sight as well.
This time we walked through the mud. So cool! I was stuck a little bit one time. But I could rescue by my own :D
Sometimes I’m a little bit clumsy. So it had to happen something to me. Because of the slippery ground I made some jokes with my colleague that I will fall down. At least this didn’t happen. But  I was one of them with the highest rubber boots and still could manage to fill them with the ice cold water of the swamps. Congratulations to myself :D 

Aaaand there are some news from outside of Estonia. I went with six other volunteers for a one- day-trip to the capital of Finland.
Rock Church
From some other volunteers we have heard that Helsinki isn’t beautiful. But I don’t agree. I think Stockholm and Tallinn are more impressive but still it’s worth to visit Helsinki! (If anyone don’t like it than you can say at least that you have been there :b)
It lasts around 2 h with the ferry to go from one to another country and we arrived in the early afternoon. Also this time we haven’t had any expectations what we want to see. Unfortunately we couldn’t take part of a free tour that’s why we had to explore the city by ourselves. The pictures will show you what we have seen. :)
In the night we had to go back to Tallinn. In spite of tiredness we had some funny conversations which probably entertained the whole ferry. :D

Central Station

Helsinki Cathedral

Uspenski Cathedral




















Usually I’m in Tallinn to make party. But on the next day I went with two other volunteers to the Kumu Art Museum in Tallinn. We took part of the tour of the exhibition of Andres Tolts’ works and afterwards we visited the exhibition “Traveller” too.

The day before last day of January I went to the youth center in Vaeküla (neighbor town of Sõmeru) to introduce myself. Now I was in every youth center in Sõmeru County. Guess! What I have done in the morning? Right! I baked quark balls. It was worth because again they ate all balls and I could go home with an empty lunchbox. And I've got a recipe book with marinated food. :)
We played a game called “Kumb oli enne? Muna või kana?” (engl. What came first? The egg or the chicken?). I liked the game. It’s funny. There are different categories and of two things you have to guess which one came first.
For example: Which came first? Potatoes in Estonia or Tomatoes in Estonia? 
(You can get the solution by trying this game ;) )
Furthermore my tutor showed me Koroona (also known as Novuss) which is a game related to billiard: 

 



















Like I wrote already in a previous entry, I had some problems with the Estonian pronunciation of the letter “R”. I wasn’t able to roll it or I didn’t know how I should do it. Of course small children don’t know it either. That’s why they have to train it with special sentences. And since my arrival to Estonia the children at the youth center told me one of them again and again and of course I had to say it:
                                         Rongi rattad ragisevad

That means "The wheels of the train are crackling".
The kids had fun to speak words like me with the “throat-R”. That didn’t bother me much but still I wanted to learn how to say it in a right way. During watching a movie in the evening at home I looked up for speaking exercises in the internet and I found some. There are several methods. One of them includes for example to say the german word “Brötchen” (engl. roll) like “Bdötchen”. If you try it often enough it should become a rolling R. I couldn’t believe this but still I tried. And what happened? It actually worked! I was so happy! Finally I can say it a little bit in the right way. :) Still I have to concentrate when I speak Estonian but at least I figured out how it works. :D

And by the way: 
Half of my EVS is over. I'm already here for 5 months and there are still 5 months left. :)

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